Ich plane gerade einen Talk für die Digital Nomad Community hier in Lagos und merke, wie unsicher ich werde.

Bin ich schon gut genug? Habe ich genug Wissen über das Thema? Wäre es nicht sicherer, wenn ich mich wieder unter meine Bettdecke verziehe? Warum, um Gottes willen, habe ich Ja gesagt?

All die Gedanken kreisen in meinem Kopf. Ich nehme einen tiefen Atemzug und schließe für einen Augenblick meine Augen.

Genau diese Gedanken stoppen mich immer wieder herauszugehen mit dem Thema, das mich mit so viel Leidenschaft erfüllt. Die Umstellung von Marketing zu Embodiment Silja kostet mich unglaublich viel Mut. Es war so leicht, anderen beizubringen, wie sie sich online sichtbar machen. Denn einmal die Strategie gelernt, ist es so leicht neue Kunden in sein Feld zu ziehen.

Doch mit meinem neuen Thema herauszugehen und meine eigene innere Autorität für dieses Feld zu verkörpern ist etwas GANZ ANDERES!

Vieles, das ich die letzten vier Jahre meinen Kunden beigebracht habe, darf ich nun selber anwenden. Vor allem darf ich erleben, dass ich mit meinem neuen Thema nicht die gleiche Wirkung habe, wie mit Sei ein Yogipreneur. Vor vier Jahren hatte ich nach nur drei Monaten meine ersten zahlenden Kunden und nach vier Monaten habe ich mein erstes Gruppentraining gegeben (wer von euch kennt mich eigentlich noch aus meinen Anfängen?) es war so LEICHT!

Jetzt fühle ich weit mehr Aufregung und Unsicherheit. Was tatsächlich unglaublich lustig ist, denn als Marketing Trainer hatte ich tatsächlich weniger Erfahrung als jetzt als Embodiment Coach. Gleichzeitig unterstütze ich inzwischen Menschen bei echten Problemen. Ob jemand nun doppelt so viele Schüler in den Kursen hat, ist zwar ein großer Erfolg und hilft dem Portmonee meines Kunden. Aber jemand dabei zu helfen, sich selber wirklich anzunehmen und seine Umstände tief-gehend zu akzeptieren ist ein ganzes anderes Thema.

Ich öffne meine Augen nach einem weiteren tiefen Atemzug wieder. Ich gebe mir selbst eine große Umarmung und heiße den Anteil in mir, der so unsicher ist, willkommen. Schön, dass er sich zeigt, mitreden und vor allem mich beschützen will.

Ich sehe meine Emotionen und Glaubenssätze nicht mehr als Störenfriede, sondern als Anteile, die einfach gefühlt, akzeptiert und geliebt werden wollen. Nur so erschaffen wir Frieden in uns selbst und für mich ist dies eins der wichtigsten Dinge, nach denen ich strebe. Frieden und Akzeptanz in mir selbst zu spüren.

Kennst du diese Gefühle auch?

Ich biete übrigens ab nächster Woche nun wöchentliche Events online an, um dir dabei zu helfen, dein Nervensystem zu regulieren und dich mit nährenden Begegnungen zu nähren. Interesse?

Disclaimer: Ich suche mit diesem Posting keine Ratschläge, sondern teile nur meine Erfahrungen.